Rübengeister ziehen durch den Park

Um den alten Brauch des Rübengeister-Schnitzens wieder aufleben zu lassen, versammelten sich zu Beginn der Herbstferien zahlreiche Familien vor dem Bauernmuseum der Albvereins-Ortsgruppe Inzigkofen. Mit allerlei Werkzeugen im Gepäck waren Groß und Klein bereit, aus einfachen Rübenfantasie volle Geister zu gestalten. Jedes Kind durfte sich vor dem Eingang des Bauernmuseums seine Rübe aussuchen und anschließend die Erde rundherum abbürsten. Das Zuschneiden der Rübenköpfe übernahm Erich in bewährter Manier. Mit tatkräftiger Unterstützung von Mamas, Papas, Omas und Opas entstanden innerhalb der nächsten Stunde ganz individuelle Rübengeister. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Für eine kleine Stärkung zwischendurch sorgte das Albvereinsteam mit Zopfbrot, warmem Punsch und Glühwein – denn trotz der abendlichen Sonnenstrahlen war es inzwischen empfindlich kalt geworden. Bevor sich der Rübengeisterumzug auf den Weg durch das Dorf machte, stellten sich die über 40 Kinder mit Eltern zum Gemeinschaftsfoto auf und übten das Rübengeistergedicht. Anschließend ging es los: Mit ihren leuchtenden Rüben in den Händen und strahlenden Gesichtern zogen die Kinder durch die Straßen von Inzigkofen. Für die nötige Sicherheit sorgten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Inzigkofen, die den Zug am Anfang und Ende absicherten. Eine erste Station war bei Bärbel Beck. Dort trugen die Kinder ihr Gedicht vor und wurden mit Süßigkeiten belohnt. Weiter ging es zu Familie Laplace, wo alle Mädchen und Jungen ein von Madeleine selbst gehäkeltes Glückswürmchen erhielten. Der letzte Halt war bei Karin und Peter Volkert, die sich auch sehr über den abendlichen Besuch freuten und die Kinder mit Süßigkeiten überraschten. Von dort spazierte der leuchtende Rübengeisterzug in der Abenddämmerung durch den Park zurück zum Bauernmuseum, wo die eingesammelten Süßigkeiten und Salzbrezeln ausgeteilt wurden. Damit fand ein erlebnisreicher Nachmittag seinen glücklichen Abschluss. Allen Albvereins-Helferinnen und -Helfern, die zum Gelingen des Rübengeisterns beigetragen haben sowie den Männern der Freiwilligen Feuerwehr sagt Heike Rieger vom Vorstands-Team herzlichen Dank und freut sich, wenn die eine oder andere Familie sich dazu entschließen kann, der Inzigkofer Ortsgruppe beizutreten.
Kontaktaufnahme gerne an:
sav-inzigkofen@donautal.de

 

Bilder: Albverein OG Inzigkofen

Sieben-Täler-Wanderung bei Tübingen

Wanderbericht (Wanderung vom 27.09.2026) :

Gelungene Sieben-Täler-Wanderung bei Kaiserwetter

Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Wanderwetter erlebte eine gut
gelaunte Gruppe der Albvereins-Ortsgruppen Vilsingen und Inzigkofen eine unvergessliche Tour.
Die Anreise zu diesem besonderen Naturerlebnis erfolgte nachhaltig in Fahrgemeinschaften.
Insgesamt sieben Erwachsene und ein Kind machten sich auf den Weg, um
die idyllische Landschaft der sieben Täler bei Tübingen zu erkunden.

Das absolute Highlight des Tages war die spannende Begehung der
bekannten Sieben-Täler-Höhle. Ausgestattet mit Taschenlampen erforschte
die Gruppe neugierig das faszinierende Innere der Felsenwelt – ein echtes
Abenteuer, das besonders bei dem mitwandernden Kind für große
Begeisterung sorgte.

Nach erlebnisreichen Kilometern auf schattigen Waldpfaden durfte der
kulinarische Teil nicht fehlen: Statt einer Rucksackvesper stand eine
gemütliche Abschlusseinkehr in Sigmaringen auf dem Programm. In
geselliger Runde ließen die Wanderer den Tag harmonisch ausklingen.
Alle waren sich einig:
Die gelungene Kooperation der beiden Ortsgruppen schreit nach einer baldigen Wiederholung!

Bild u. Text Quelle: P. Volkert

 

Natur erleben – Ferienprogramm Wiesenaktion und Kochworkshop rund ums Bauernmuseum

Am ersten Montag im August erlebten 18 Kinder ein buntes Natur-Programm bei der Albvereins-Ortsgruppe Inzigkofen rund um das Thema Wiese. Die Ganztagesaktion war in zwei Abschnitte aufgeteilt: Vormittags war das Ökomobil des RP Tübingen zu Gast – ein rollendes Naturschutzlabor – und nahm Kinder und Betreuerinnen mit auf eine Reise in den Wiesen-Kosmos. Spielerisch wurden Tiere gesucht, Spuren enträtselt, Pflanzen erforscht. Große und klitzekleine Wiesenbewohner durften auch behutsam gesammelt werden, die im Ökomobil jedes Kind für sich unter Mikroskopen bestaunen konnte.

Nachmittags führten die Albverein-Betreuerinnen Erika, Heike und Maria das Wiesenprogramm als Kochworkshop in der Küche des Bauernmuseums weiter. Das Team hatte schon morgens eine leckere Kräuter-Limonade vorbereitet, die, mit Eiswürfeln serviert, erst einmal für etwas Abkühlung sorgte. Aufgeteilt in Gruppen durften die begeisterten Kinder dann im Kräutergarten auf die Suche nach entsprechenden Zutaten für Kräuterquark und süßen Blümchen-Aufstrich gehen und anschließend schnippeln, vermischen und probieren. Die dritte Gruppe bereitete inzwischen eine Spitzwegerich-Salbe zu, die als altes Naturheilmittel bei Insektenstichen helfen soll.

Zwischendurch verkostete man die selbstgemachten Leckereien, bevor die Blütenuhr von Carl von Linne vorgestellt wurde. Später band jedes Kind noch aus Pfefferminzzweigen eigene Kräuterbüschel, die dann zuhause getrocknet und als Tee verwendet werden können. Am Ende wurde noch die Geschichte vom König des Weges vorgelesen, denn diese Pflanze spielte an diesem Tag ja eine wichtige Rolle. Ein von den Betreuerinnen liebevoll gestaltetes Rezeptbüchlein, in das die Kinder während des Mittags Eintragungen machten, nahmen sie am Ende mit Salbe und Kräuterbuschel mit nach Hause, so dass sie noch lange an die duftende Veranstaltung zurückdenken werden.

Text u. Fotoquelle: Heike Rieger

Abend mit Musik und Geschichten im Kräutergarten (Sa.den14.07.2026)

 

 

Auf Einladung des Schwäbischen Albvereins Inzigkofen und der NABU-Gruppe Sigmaringen folgten etwa 100 Besucher zu einer stimmungsvollen abendlichen Veranstaltung in den Kräutergarten Inzigkofen.

Nach der Begrüßung durch die Albvereinsvorsitzende Heike Rieger folgten vier Beiträge durch Alfred Bauernfeind. Im ersten Vortrag erläuterte er die Herkunft unserer Gartenpflanzen. Am Beispiel einer Inzigkofer Bäuerin zeigte er auf was vor 2000 Jahren in unseren Gärten vorhanden war und wie dann später durch die Römer, die Klöster und durch Erforschung fremder Erdteile eine Fülle neuer Pflanzen in unseren Gärten Einzug hielten. Dabei spielte auch der in Bingen geborene Johannes Schreck eine wichtige Rolle, der als Missionar eine Fülle von Pflanzen in China und Indien erforschte.  Im zweiten Beitrag erläutere er den Beitrag der Klöster zur Erforschung der Heilpflanzen und die daraus entstehende Klostermedizin. Einen bedeutenden Beitrag für die Verbreitung von Wissen über Heilpflanzen leisteten auch Pfarrer wie der Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp oder in Sigmaringen Pfarrer Haug.Zwischen dem einzelnen Beiträgen begeisterte das Duo Calienta el soll mit Hans Joachim Friedrich und Herbert Gauggel die Besucher mit passender Musik.

In der Pause boten die Helferinnen des Albvereins Getränke, kleine Häppchen und verschiedene Aufstriche an die auf einer langen Tischreihe ansprechend dargeboten wurden. Dies wurde von den Besuchern dankbar angenommen. In weiteren Beiträgen erläuterte Bauernfeind dann am Beispiel von Steckrüben welche Bedeutung früher verschiedene Pflanzen für die Ernährung der Bevölkerung hatten. Diese Rüben wurden zerkleinert und ähnlich wie Sauerkraut vergoren und waren als „Riebekreitle“ ein wichtiger Bestandteil für die Ernährung der bäuerlichen Bevölkerung. Er führte weiter wie  aus der wilden Wegwarte die Zichorienpffanze  für die Kaffeezichorie oder Chicoree und Radicccio als Salatpflanzen wurden und welchen wundersamen Weg die Samen der ursprünglichen Alblinse nahmen bevor sie Anfang der zwanziger Jahre wieder auf der Alb angebaut werden konnten.
Im letzten Beitrag erläuterte Bauernfeind die Verwendung von Rosen im Brauchtum der Menschen. So durfte z.B. das unter einer an der Decke befestigte Rose Gesprochene nicht nach außen dringen. Solche Schweigerosen fand man in Rathaussälen, in Kapitelsälen von Klöstern oder auch an Beichtstühlen.
Zwischen den Beiträgen unterhielt Hans Joachim Friedrich die Besucher mit zwei von Bruno Gern im schmeientaler Schwäbisch verfassten Blumengedichte.
Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Heike Rieger bei den Musikern und den fleißigen Helferrinnen und Helfern des Albvereins für ihren Einsatz.

 

 

Bericht      : Alfred Bauernfeind
Fotoquelle: Peter Volkert

Arbeitseinsatz im Fürstlichen Park mit Unterstützung durch Soldaten des Patenbataillons am 14.07.2026

 

Gemeinsam mit Soldatin und Soldaten des 1. Artilleriebataillons 295 aus Stetten a.k.M konnte ein Team der Ortsgruppe Inzigkofen des Schwäbischen Albvereins kürzlich einen intensiven Arbeitseinsatz durchführen.

Das durchziehende Gewitter mit kräftigen Schauern bereitete den Freiwilligen frühmorgens einen feuchten Start, was dem Tatendrang aber keine Einschränkungen bescherte. Aufgeteilt in mehrere Gruppen wurden Wege freigeschnitten und Halden sowie der Schneckengarten bei der Kirche gemäht. Einen intensiven Pflege-Einsatz erhielt die Meinradkapelle, die innen wie außen bis zu den Dachrinnen geputzt wurde. Abschließend wurde das Gelände um die Kapelle gereinigt und Blickachsen freigeschnitten.

Zur Mittagspause trafen sich alle Helferinnen und Helfer zum zünftigen Vesper bei der neu eingebauten Küche der Albvereins am Bauernmuseum. Bürgermeister Gombold, der auf einen Sprung vorbeikam, brachte seinen Dank für die großartige Hilfe aller Beteiligten zum Ausdruck. Nachmittags bei mittlerweile hochsommerlichen Temperaturen wurden noch weitere Bereiche in Grotten und Alleen gepflegt, so dass nun die Schönheit und Einzigartigkeit unseres Inzigkofer Parks wieder voll zur Geltung kommen.

Nach Abschluss des schweißtreibenden Einsatzes dankte die Vorsitzende der OG Inzigkofen Heike Rieger dem Team unserer Patenbatterie um Oberstabsfeldwebel Carsten Schmidt wie auch den Albvereins-Helfern Erich Beck, Gerhard Klein, Horst Pfeiffer, Hans Peter Schäfer, Dieter Kleiner und Petra Keller, die für die leckere Verköstigung sorgte. Ein Dankeschön sei auch noch den Bauhof-Mitarbeitern gesagt, die die Aktion mit Arbeitsgerät und Hilfe bei der Entsorgung des Grünguts unterstützten.

Bericht      : Heike Rieger
Fotoquelle: AVI

SPENDENÜBERGABE VON HLB AN ALBVEREIN OG INZIGKOFEN

SPENDENÜBERGABE VON HLB AN ALBVEREIN OG INZIGKOFEN

Ende Februar konnten wir – die Ortsgruppe Inzigkofen des Schwäbischen Albvereins – uns über einen finanziellen Zuschuss freuen.
Frau Maibohm von der Hohenzollerischen Landesbank Sigmaringen überreichte uns im Bauernmuseum vor der neuen Küche einen Scheck in Höhe von 250,00 €. Dank dieser Unterstützung kann nun der Einbau der Küche im Erdgeschoss des Bauernmuseums fortgesetzt werden, die seit letztem Jahr unter Federführung von Vereinsmitglied Dieter Kleiner installiert wird.
Im Namen der gesamten Vorstandschaft bedanken wir uns herzlich bei Frau Maibohm und der Hohenzollerischen Landesbank für die großzügige Unterstützung. Ihre Spende ist nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern auch ein Zeichen sozialer Verantwortung und Solidarität unserem Verein gegenüber.

Von links nach rechts vor dem fertiggestellten Teil der Küche im Bauernmuseum: Horst Pfeiffer, Lucy Maibohm, Dieter Kleiner, Heike Rieger. Bild: Petra Keller

 

OG Inzigkofen – Familiengruppe

Auf Pirschgang mit dem Albverein Inzigkofen

Ab in den Wald und auf die Pirsch! Unter diesem Motto wanderten Familien und Gäste der Albvereins-Ortsgruppe Inzigkofen am 17.05.26 einen Nachmittag lang im Vilsinger
Wald.


Bericht&Bilder: H.Rieger

Die Wildtier-Naturpädagogin und Jägerin Marianne Riester hatte eingeladen und nahm unsere große Schar aus 35 Personen mit in ihr Revier auf Erkundungstour. Schon bald waren erste Vogelstimmen zu hören, die einem Eichelhäher zugeordnet werden konnten. Bei einem Eichhörnchen-Spiel wurden von Kindern und Erwachsenen Haselnüsse versteckt, die anschließend wieder gesucht werden mussten, was sich als gar nicht so einfach herausstellte.
Über Wiesen- und Waldwege gelangte man zu einem Spechtbaum, bei dem Marianne die Arten und Eigenheiten der Spechte vorstellte. Zwischendurch beantwortete die Jägerin viele Fragen und stellte einen schönen, direkt am Weg liegenden Jägerstand vor. Weiter ging die Runde bis zur Jagdhütte mitten im Wald, wo erst einmal Rast gemacht wurde. Frisch gestärkt durften Kinder wie Erwachsene dann auf einen Pirschgang gehen und die unterschiedlichsten Wild- und Waldtiere auffinden, die im Unterholz versteckt waren. Marianne stellte anschließend anhand von Gebissen und Trittsiegeln alle Tiere vor und jedes Kind durfte sich ein Andenken aussuchen. Das Highlight des Nachmittags jedoch war ein riesiger Dachsbau, den unsere bunte Wandergesellschaft noch erkunden durfte, bevor sich alle wieder auf den Heimweg machten.
Zum Abschluss überreichte Heike Rieger als Dankeschön für den spannenden Waldnachmittag noch ein kleines Geschenk an Marianne. Eine gesellige Einkehr im Gasthof Zoller in Vilsingen rundete die Familienwanderung ab.

OG Inzigkofen – Familiengruppe

Familienführung im Campus Galli

Trotz Regenwetters hatten sich am Sonntag, 12.04.26 von der Albvereins-Ortsgruppe Inzigkofen 18 Erwachsene und 10 Kinder auf den Weg zum Campus Galli gemacht.

Dort begrüßte uns Dieter Kleiner in mittelalterlicher Gewandung vor dem Eingang und los gings – vorbei an der Schafherde mitten hinein ins Areal der karolingischen Klosterstadt. An einer Tafel erklärte er den eindrucksvollen Kloster-Bauplan aus dem Jahr 825, der im Original aus mehreren Schafhäuten besteht.

Auf unserem Rundgang staunten wir über die bereits in vollständiger Handarbeit fertiggestellte große Scheune mit Dreschtenne, den Abtshof mit seinen unterschiedlichen Funktionen und die eindrucksvolle Holzkirche samt Glockenturm. An dem überdachten Brunnenhäuschen erklärte Dieter, wie aufwendig früher das Wasser beschafft werden musste und schenkte den Kindern selbstgeschmiedete Nägel, die vormittags in der Schmiede hergestellt worden sind. Besonders hübsch fanden wir das prächtige Hühnerhaus, das allerdings gerade leer war. Im danebenliegenden Paradiesgarten gingen die Kinder dann auf die Suche nach dem Hahn samt Hühnern, die auf dem Gelände frei herumspringen dürfen.

Fotoquelle: AVI , Bericht: H. Rieger

Große Begeisterung rief die mittelalterliche Latrine hervor, denn hier saß man nebeneinander, ohne Sichtschutz, mit nach unten offenen Löchern und konnte sich neben den Geschäften noch unterhalten, was von den Kindern auch gleich ausprobiert wurde.

Zwischendurch durften wir uns als Überraschung mit Kaffee, Tee und Kuchen stärken, die Erika und Karin vorbereitet hatten. Auf dem Rundweg sahen wir noch einzelnen Handwerkerinnen und Handwerkern bei ihren Arbeiten zu und machten zuletzt Halt beim Schafstall, wo wir die am Morgen geborenen Zwillingslämmer bestaunten.

Ein dickes Dankeschön sagen wir Dieter für die abenteuerliche Führung – ließ er uns doch an diesem feuchtkalten Nachmittag das Mittelalter hautnah erleben!

Dorf- und Waldputz 2026

Dorf- und Waldputz in Inzigkofen

Zum diesjährigen Dorf- und Waldputz fanden sich über 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor dem Bauernmuseum ein. Nach Einteilung der Strecken gingen die großen und kleinen Helferinnen und Helfer fleißig ans Werk. Mit dem aufgefundenen Unrat kamen mehr als 20 volle Müllsäcke zusammen, die durch den Bauhofmitarbeiter Martin Beck auf den Transporter der Gemeinde aufgeladen wurden. Auch in diesem Jahr konnten wir dankenswerterweise den gesammelten Müll von über 200 kg kostenlos bei Korn Recycling im Inzigkofer Gewerbegebiet abgeben.

Fotoquelle: AVI

Das Ende der Sammelaktivitäten bildete ein gemütliches Vesper mit Getränken, belegten Brötchen, Pommes aus der Küche der Ledigengesellschaft und Süssigkeiten. Die Ausgaben wurden vom Albverein und von der Vereinsgemeinschaft Inzigkofen getragen.

Zum Abschluss bedankten sich Horst Pfeiffer namens des Albvereins, Eckehard Futterer namens der Vereinsgemeinschaft Inzigkofen und Petra Keller seitens der Gemeinde für den tollen Einsatz.

Bericht: Heike Rieger

Inzigkofer Albverein hat Fürstlichen Park in seiner Obhut

Es ist ein eher ungewöhnlicher Anblick:
Der Inzigkofer Albverein kümmert sich um die
Pflege des Fürstlichen Parks. Das steckt dahinter.

 

Foto und Bericht von Doris Futterer
(Schwäbische Zeitung
vom Sa. 28.02.2026, Seite 16)

 

 

Motorengeräusche und abgesperrte Wanderwege überraschen die Spaziergänger an einem frühen Samstagmorgen im Inzigkofer Fürstlichen Park. Trotz kaltem Winterwetter und Dauerregen nutzen fünf engagierte Mitglieder des Albvereins die letzten Februartage, um an markanten Stellen Gebüsch und kleinere, wild gewachsene Bäume konsequent zurückzuschneiden.

Diese Arbeiten werden alle zwei bis drei Jahre durchgeführt. Entlang des Weges hinauf zum Amalienfelsen soll der Blick bis nach Laiz frei bleiben, ebenso an der Meinradskapelle auf der Eremitage. Von dort oben bietet sich normalerweise eine weite Aussicht in Richtung Teufelsbrücke und hinunter auf den Amalienfelsen. Am sogenannten Teeplatz sollte bei klarer Sicht sogar das Schloss Sigmaringen zu erkennen sein.

Diese gezielt angelegten Blickachsen gehen auf die ursprüngliche Planung des Parks zurück und sollen in Absprache mit der Forstabteilung des Fürstenhauses auch künftig erhalten bleiben. Dafür ist jedoch regelmäßige Pflege nötig, um die natürliche Vegetation in Schach zu halten – eine Aufgabe, die die Ortsgruppe des Inzigkofer Albvereins zuverlässig übernimmt.

Doch nicht nur diese Arbeiten gehören dazu: Der gesamte Park mit seinem weit verzweigten Wegenetz wird vom Albverein betreut. Das bedeutet, dass die Wege über den Sommer hinweg freigehalten und sicher begehbar gemacht werden. Immer wieder müssen auch morsche Holzstufen oder Geländer repariert oder erneuert werden.

So können zahlreiche Familien und Wanderer den besonderen Reiz des Inzigkofer Fürstlichen Parks genießen – nicht zuletzt dank der beliebten Hängebrücke über die Donau. Das Team um Wegewart Wolfgang Beck mit seinen Mitstreitern ist regelmäßig im Einsatz und im Park anzutreffen.

Leider fallen auch Aufgaben an, die eigentlich vermeidbar wären: Immer wieder bleibt Müll im Park zurück, der vom Albverein eingesammelt und entsorgt werden muss. Die Vereinsvorsitzende appelliert daher an alle Besucher, ihren Abfall wieder mitzunehmen und die Natur zu respektieren.

Der Albverein freut sich zudem über neue Mitglieder. Neben der Pflege des Parks kümmert sich der Verein auch um zahlreiche Vogel-Nistkästen in den umliegenden Wäldern sowie um das Bauernmuseum in der ehemaligen klösterlichen Zehntscheuer. Darüber hinaus finden monatlich gemeinsame Wanderungen statt, bei denen besonders Familienangebote zunehmend an Bedeutung gewinnen. Es gibt also viele Möglichkeiten, sich einzubringen und Teil einer engagierten Gemeinschaft zu werden.