Es ist ein eher ungewöhnlicher Anblick:
Der Inzigkofer Albverein kümmert sich um die
Pflege des Fürstlichen Parks. Das steckt dahinter.
Motorengeräusche und abgesperrte Wanderwege
überraschen die Spaziergänger im
Inzigkofer Fürstlichen Park an diesem frühen
Samstagmorgen. Bei kaltem Winterwetter mit
Dauerregen nutzen fünf kräftige Männer des
Albvereins die letzten Februartage, um an markanten
Stellen Gebüsch und kleinere Wildwuchsbäume radikal
zu entfernen.
Dies wird alle zwei bis drei Jahre erledigt, denn auf
dem Weg hinauf zum Amalienfelsen sollte der Blick bis
nach Laiz möglich sein und genauso an der
Meinradskapelle auf der Eremitage. Dort oben ist die
Weitsicht normalerweise noch Richtung Teufelsbrücke
und herunter auf den Amalienfelsen möglich, während
am sogenannten Teeplatz sogar das Schloss
Sigmaringen zu sehen sein sollte.
Diese sogenannten Blickachsen wurden schon bei der
ursprünglichen Planung des Parks so angelegt und in
Absprache mit der Forstabteilung des Fürstenhauses
soll dies auch künftig so bleiben. Das bedeutet aber,
dass gegen die Wuchskraft der Natur regelmäßig
angekämpft werden muss. Das hat sich die
Ortsgruppe des Inzigkofer Albvereins zum
regelmäßigen Anliegen gemacht.
Aber nicht nur diese Aufgabe, sondern der gesamte
Inzigkofer Park mit seinen vielfältigen Wanderwegen
liegt in der Obhut des hiesigen Albvereins. Das
bedeutet dann, dass die Wege den ganzen Sommer
über von Bewuchs frei und begehbar gehalten werden
müssen. Dabei sind auch öfters morsche Holzstufen
oder Geländer zu erneuern.
Viele Familien und Wanderer können somit den
besonderen Inzigkofer Fürstlichen Park genießen,
auch mit dem jüngsten Highlight, der Hängebrücke
über die Donau. Das Team um Wegewart Wolfgang
Beck – Erich Beck, Peter Volkert, Horst Pfeifer und die
Brüder Claus und René Laplace – ist dazu immer
wieder im Park auf der Gemarkung Inzigkofen
anzutreffen.
Leider fallen auch Arbeiten an, die eigentlich gar nicht
sein müssten: Die Besucher des Parks hinterlassen
vielfach und unnötigerweise ihren Müll, den dann der
Albverein einsammeln und entsorgen muss. „Seinen
Müll sollte jeder Besucher wieder mitnehmen. Der
gehört nicht in die Natur“, findet die
Vereinsvorsitzende Heike Rieger.
„Wir freuen uns über jedes neue Gesicht in unserem
Verein und heißen alle neuen Mitglieder herzlich
willkommen“, möchte sie noch verkünden, denn der
Verein kümmert sich auch um die Pflege einer großen
Anzahl von Vogel-Nistkästen in den umliegenden
Wäldern und außerdem um das Bauernmuseum in der
ehemaligen klösterlichen Zehntscheuer. Einmal im
Monat wird zudem gemeinsam gewandert, wobei
Familienaktionen immer größeres Gewicht
bekommen. Es gibt also unterschiedlichste Stellen, sich
einzubringen oder ein Teil der Gemeinschaft zu
werden.
Doris Futterer
